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Von Brigitte Warenski

Innsbruck – Die Stoppelrübe aus der Wildschönau ist wie anderes Tiroler Kulturgemüse ins so genannte „Sortenregister“ (enthält Hochzucht- und Erhaltungssorten) eingetragen und darf damit laut Gesetz zum Verkauf angeboten werden.

Seit Jahrtausenden haben Bauern aber auch Saatgut aus ihrer Ernte aufbewahrt, verbessert, getauscht und wieder ausgebracht und Hobbygärtner haben Pflanzensamen über den Gartenzaun weitergereicht. Das könnte nun beides verboten sein. Geht es nach der Novelle der EU-Erhaltungssortenrichtlinie, die mit 1. Mai in Kraft getreten ist, sind für den Tausch von Saatgut – das im Sortenregister eingetragen ist – hohe Verwaltungsstrafen vorgesehen. „Wir haben bei Lebensminister Berlakovich eine Petition eingereicht, damit Österreich von der Umsetzung der Novelle absieht. Es geht uns hier ums Prinzipielle. Der Tausch bzw. die freie Weitergabe von alten Sorten darf für Private einfach nicht eingeschränkt werden“, sagt Bernd Kajtna, Geschäftsführer-Stellvertreter von Arche Noah.

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