denkbonus

Der nächste Konflikt in Nahost scheint vorprogrammiert. Seit Ankara beschlossen hat, mit den Kurden im Nordirak Ölgeschäfte zu machen, stehen sich kurdische Peshmerga und die irakische Armee in bewaffneten Stellungen gegenüber

Stellenweise nur durch wenige hundert Meter voneinander getrennt, genügt ein einzelner Funke, um einen Krieg zwischen den beiden verfeindeten Parteien zu entzünden. Erdogan kann dies nur recht sein. Einerseits bekommt er sein Öl auf diesem Wege günstiger, als von der irakischen Regierung. Andererseits würde er sich nicht daran stören, wenn Kurden und Iraker sich in einem erbitterten Krieg gegenseitig schwächen. Bis vor einem Jahr noch war das Öl aus den kurdischen Autonomiegebieten durch eine von Bagdad kontrollierte Pipeline geflossen. Dann folgte der Pumpstop. Zu teuer, befand die Türkei und wandte sich statt dessen an die kurdische Regionalregierung. Die stimmte zu und mittlerweile steht der Bau einer weiteren Pipeline kurz vor der Vollendung.

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