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Mode-Begriffe wie Diskriminierung stellen ob ihrer affektiven Ladung eine direkte Verbindung zwischen den unterschiedlichsten Menschen und ihren Interessen her. Sie führen zu einer Art affektiver Brücke, die es nicht nur ermöglicht, sich zugehörig zu fühlen, sondern auch, die emotionalen Bande, die über Diskriminierung geknüpft wurden, schamlos für die eigenen Zwecke auszunutzen. Die fehlende inhaltliche Begründung von Diskriminierung, die Ansprache von Emotion anstelle von Ratio, macht dies möglich.

Diskriminierung als Begriff der Wissenschaft verdankt seine Existenz dem Sozialpsychologen Gordon W. Allport. Allport definiert Diskriminierung als:

Allport-Prejudice„….any conduct based on distinction made on grounds of natural or social categories, which have no relation to individual capacities or merits, or to concrete behavior of the individual person“ (Allport, [1954]1979: 52).

Für Allport ist Diskriminierung somit ein Verhalten, das sich auf andere richtet und diese anderen ohne Rücksicht auf deren Leistung und Fähigkeiten und nur auf Grundlage von deren Zugehörigkeit zu einer sozialen oder einer natürlichen Kategorie behandelt…

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