Die Propagandaschau

Glenn Greenwald schreibt in seinem Buch »Die globale Überwachung«, dass es eine seiner größten Befürchtungen war, dass die regierungstreuen US-Medien anstatt die Informationen Snowdens zu verbreiten, sich auf seine Person stürzen würden. Frei nach dem Motto:

Der Kaiser ist nackt, tötet den Überbringer der Botschaft!

Dennoch waren Greenwald und Snowden sich einig, dass er sich bekennen müsse, um den geleakten Informationen über das totalitäre Überwachungssystem der USA Seriösität zu verleihen und um seine Motive erklären zu können.

greenwald-die-globale-uberwachung„Snowdens einzige Befürchtung war, er könne mit seinem Outing vom Inhalt seiner Enthüllungen ablenken. »Ich weiß, dass die Medien alles personalisieren, und die Regierung wird versuchen, meine Person ins Visier zu nehmen und die Aufmerksamkeit auf den Überbringer der Botschaft zu richten« Glenn Greenwald, „Die globale Überwachung“, S.81

Dass Snowden und Greenwald diese Bedenken zu Recht hatten, weil die Mainstreammedien auch in Deutschland weitgehend als Handlanger, Hofberichterstatter und servile Fußsoldaten der…

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