Gegen den Strom

Redaktion

Die Waffenverkäufe sind 300 Prozent in die Höhe geschossen. FBI-Agenten infiltrieren die Stadt. Die Nationalgarde reserviert Unterkünfte für Verletzte und festgenommene Randalierer. Die Einwohner werden angewiesen, Nahrung, Wasser und Medizin zu horten, wenn es losgeht.

Die Vorstadt Ferguson trifft Vorbereitungen auf das unmittelbar bevorstehende Urteil des Geschworenengerichts, das seit dem 20. August Beweise zum Tod des 18-jährigen Teenagers Michael Brown aufnimmt. Brown war am 9. August von dem weißen Polizisten Darren Wilson erschossen worden.

Weil Brown dem Polizisten in einem Handgemenge in dessen Dienstwagen die Waffe abnehmen wollte, sagt die lokale Polizei. Wilson schoss, obwohl der Teenager die Hand in die Höhe streckte und sich ergab, sagen Angehörige und Freunde des Opfers.

Die Wut, die sich Bahn brechen könnte, wenn der Polizist freigesprochen wird, schüchtert Behörden, Firmen und lokale Organisationen in Ferguson schon seit Wochen ein. Der Gouverneur von Missouri hat den Ausnahmezustand erklärt. Die Nationalgarde steht bereit.

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