Das Erwachen der Valkyrjar

Der frühere UN-Diplomat Hans-Christof von Sponeck ist ein scharfer Kritiker der Vereinten Nationen – und zugleich glühender Verteidiger der Utopie, für die die UN-Charta seit 70 Jahren steht. Dazu gehört für ihn auch, einen früheren US-Präsidenten vor Gericht zu bringen.

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Am 23. Juni 1945 – das Grauen von zwei Weltkriegen noch in schrecklicher Erinnerung – unterzeichneten 50 Gründungsmitglieder in San Francisco die Charta der Vereinten Nationen. 70 Jahre später müssen sich die inzwischen 193 UN-Mitgliedsstaaten nach ihrer Verantwortung für die Kriege in der Welt fragen lassen, die sie trotz ihrer Selbstverpflichtung, den Weltfrieden zu sichern, nicht verhindern konnten. Hans-Christof von Sponeck, geboren 1939, stand mehr als 30 Jahre als Diplomat im Dienst der Vereinten Nationen. Im Irak war er von 1998 bis 2000 für das Programm „Öl für Lebensmittel“ verantwortlich. Als Insider kennt er die Schwächen der Uno und kritisiert diese immer wieder öffentlich. Dennoch sieht er sich…

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